Therapiezentrum Asbach
 

Über Ralf Birkenhof




Ralf Birkenhof, Jahrgang 1963, mit Pferden aufgewachsen saß er schon auf ihrem Rücken, bevor er laufen konnte. Auf dem Hof seiner Eltern standen überwiegend Araber-Welshponies, auf denen er mit seinem Vater und seinen Geschwistern im Gelände ausritt. Später führte sein Weg ihn
zum Voltigieren und klassischen Reitunterricht, doch nach einigen, kleinen Turnieren und Herbstjagden mit ca. 17 Jahren, ging er wegen seiner Ausbildung in eine Reitpause. 


Und dann kam der Besuch des Paint Round Up 1998 in Neuwied !!!! 

Anders, als von den klassischen Turnieren bekannt, tobte die Halle. Pfiffe, Rufe, Fußgetrampel,... - Was ist denn hier los?? - eine nicht gekannte Turnieratmosphäre. Der prägende Eindruck war Rolf Peterka auf BIG STEPS SNOWBOY in der Disziplin "Working Cowhorse". So reiten zu können, auf so einem Pferd, diesen Wunsch hatte Ralf bereits, seit es Little Joe und Bonanza gegeben hatte. Sein erstes Pferd war die 2-jährige Solid Paint Bred-Stute ENCHANTING BLUEYE, kurz darauf kam die Quarterstute TRAVELLIN GOLD dazu. Mit ihnen begann Ralf Erfahrungen durch viel-selbst-ausprobieren zu sammeln. Hiervon möchte er aus heutiger Sicht, jedem abraten . Gemeinsam gingen sie bei Rolf Peterka in die Ausbildung, wo auch die ersten Westernreitstunden stattfanden . Seitdem hat er sich zur Aufgabe gemacht, Pferd und Reiter den Spaß am Zusammensein und Reiten zu vermitteln. 

" Ein guterzogenes Pferd hat ein Maximum an Freiheit"

Bei meinem Training geht es um ein besseres Verständnis für das Pferd. Das bedeutet, die Pferde werden nach Gefühl, aber konsequent ausgebildet. Dem Reiter wird mit viel Ruhe vermittelt, dass eine gute und authentische Ausbildung des Pferdes Zeit und Geduld erfordert. "Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen", aber am Ende ist das, was vermittelt wird, so gefestigt, dass Pferd und Reiter ein Leben lang von dieser Ausbildung profitieren werden. Das bedeutet Sicherheit für das Pferd und den Reiter, denn dieser ist in der Lage sein Pferd in jeder Lage so zu händeln, dass es ihm vertraut und zuhört. Ich habe den Blick und das Gefühl für das Pferd und die jeweiligen Besonderheiten. Jedes Pferd ist anders. Also ist es mir unmöglich nach Schema "F" zu unterrichten. Ich kann dem Reiter individuell vermitteln, was er braucht, um sein Pferd fein und fair reiten zu können. Dabei spielt Zeit keine Rolle, sondern ob in der Zeit effektiv mit dem Pferd gearbeitet wird. Mein Training ist auf die Bedürfnisse und den Ausbildungsstand des jeweiligen Pferdes gerichtet und nicht nach der Messeinheit von 60 Minuten. Hat das Pferd beispielsweise nach 20 Minuten die verlangte Lektion verstanden, ist die Unterrichtseinheit damit beendet. Nur so lernt ein Pferd nachhaltig. Daran muss sich der Reiter halten, um das Pferd nicht zu verärgern und als Teammitglied immer mit an Bord zu haben. Denn Pferde lernen nicht durch Konditionierungen, sondern ob etwas angenehm oder unangenehm ist.

"Es geht manchmal schneller, wenn es langsamer geht"


Die Gymnastizierung des Pferdes steht hier an erster Stelle. Dem Reiter wird das Gefühl vermittelt, wie das Pferd locker zu gymnastizieren ist, so dass es optimal unter den Schwerpunkt treten kann und der Rücken locker ist. Wenn das Pferd optimal die Last auf der Hinterhand aufnehmen kann, der Rücken aufgewölbt und die Schulter frei ist, braucht es keine Zügel zur Anlehnung mehr. Nur so ist es in der Lage gesunderhaltend die Anforderungen (z.B. Barrel Race, Pole Bending, Rinderdisziplinen etc.) des
Reiters zu erfüllen. In manchen Fällen ist der Beritt bei mir vor Ort auf der Anlage des Zentrums
unumgänglich. Auch wenn es für manche Besitzer schwer zu ertragen ist, ihren Liebling in die Obhut fremder Leute und weg "von zu Hause" zu geben, ermöglicht es so Pferd und Besitzer einen neuen Weg einzuschlagen und das "Alte" hinter sich zurück zu lassen. Manche Problematiken der Pferde sind viel zu komplex, um diese im normalen Alltag, zwischen Tür und Angel, mal eben so zu beheben. Da reicht es auch nicht, wenn ich als Trainer 1-2 Mal die Woche vorbei komme um zu korrigieren. Unterm Strich ist dies wenig erfolgreich und sehr frustrierend. Habe ich aber stattdessen das Pferd und die Problematik bei mir vor Ort im Zentrum, kann ich nach den Bedürfnissen des Pferdes mit ihm arbeiten und trainieren. Manche Pferde lernen gut in kurzen Einheiten 10-15 Minuten, dafür aber dann 2 Mal am Tag. Individuell angepasstes Training, den Besitzer immer mit involviert, führt zu
langfristigem nachhaltigem Erfolg.


Meine Grundsätze sind:

Gelassenheit:

Bei der Arbeit und dem Umgang mit Pferden ist Launenhaftigkeit fehl am Platz, es muss Ruhe bewahrt werden. Ein gestresstes Pferd ist nicht lernwillig und baut kein Vertrauen auf.

Konsequenz:

Ein Pferd fühlt sich, evolutionsbedingt, bei einer vertrauenswürdigen Führungsperson sicher. Es braucht klare Anweisungen, um reagieren zu können, jedoch keine rohe Gewalt, diese ist kontraproduktiv und zerstört das Vertrauen. Ebenso sollte der/die Führungsperson mit angemessener Konsequenz reagieren.

Fairness:  

Ein Reiter sollte sich nie von seinen Gefühlen hinreißen lassen. Er/Sie sollte wissen, wann ein Pferd überfordert ist und auch kleinste Trainingsfortschritte mit Lob bestärken.

 










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